Zertifizierte Datenschutzfachkraft

Das Recht auf Schutz der eigenen Daten ist ein Grundrecht und schützenswert.Mein Name ist Anke Blömer und ich bin seit über 20 Jahren als IT- und Onlinemarketingberaterin tätig.

 

Datenschutz begleitete mich vom ersten Tag meiner beruflichen Laufbahn. Als ich im August 1983 meine Ausbildung  bei einer Stadtverwaltung begann, stapelten sich im Keller die Formulare für die geplante Volkszählung. Irgendwelche "Spinner" hatten geklagt und so mußte das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes abgewartet werden. Alles stand bereit. Im Januar 1984 wurden die Formulare dann sang- und klanglos vernichtet. Das Bundesverfassungsgericht hatte entschieden, dass die geplante Volkszählung gegen das Recht auf informationelle Selbstbestimmung verstoße. Für die Behörde kam dieser Urteilsspruch sehr überraschend. Doch letztlich war es die Geburtsstunde des modernen Datenschutzrechts.

 

Die Rolle des Datenschutzes im Geschäftsleben wurde mit der Zeit immer größer. In meinem Fall zeigten sich die Auswirkungen speziell im Vertrieb, im Onlinemarketing - aber auch in der IT-Sicherheit. So sind an das rechtssichere Versenden von Newslettern und Infopost sowie Outbound-Telefonie schon lange datenschutzrechtliche Mindestanforderungen geknüpft, die es zu beachten gilt. Die neuen Regelungen konkretisieren einerseits, was zuvor in meiner Marketingagentur im Umgang mit personenbezogenen Daten selbstverständlich war. Andererseits schreiben sie nun fest, wie in allen anderen Unternehmensbereichen mit personenbezogenen Daten umzugehen ist. Neu ist, dass Unternehmern als Verantwortlichen umfangreiche Rechenschaftspflichten auferlegt werden. Der Unternehmer wird nun verpflichtet, den aktiven Beweis zu führen, dass er mit Kunden-, Mitarbeiter-, Lieferanten-, Patienten-, Klientendaten gesetzteskonform umgeht. Und neu ist auch, dass Datenschutzverstöße nunmehr meldepflichtig sind und drastisch bestraft werden.

Fachkraft für den Datenschutz im MünsterlandAuch wenn der Unmut über die verschärften Regelungen in der Unternehmerschaft groß ist, so wurden die Regelungen nicht verabschiedet, um den Bürokratieaufwand zu erhöhen. Die massenhaften Datenpannen, das systematische Datensammeln von fremden Regierungen, das Anfertigen von Persönlichkeitsprofilen und die Snowden Enthüllungen haben letztlich dazu geführt, dass der Gesetzgeber gezwungen war, harte, wirksame Regeln für den Umgang mit personenbezogenen Daten zu formulieren.

 

Mir persönlich ist es wichtig, dass auch zukünftige Generationen in Freiheit und Demokratie leben können. Es macht mich nachdenklich, dass heute Maschinen und Algorythmen über die Kreditwürdigkeit eines Menschen entscheiden und ich empfinde es als ungerecht, wenn Nutzer in Onlineshops unterschiedliche Preise und Artikel - abhängig von der individuellen Kaufkraft - angezeigt bekommen. Ich rede hier nicht von Science Fiction...

Wenn Staat und Unternehmen auf Knopfdruck Persönlichkeitsprofile eines jeden Bürgers abrufen können, herrschen diejenigen, die die Daten haben und auswerten. Digitalisierung ist gut - es braucht aber klare Regeln, damit es die Demokratie nach unserem heutigen Verständnis Bestand haben kann. Darum ist es mir ein Anliegen, aktiv dazu beizutragen, dass Bewußtsein für den verantwortungsvollen Umgang mit personenbezogenen Daten zu schärfen.

 

Der Nachweis der Qualifikation für den Datenschutz ist darum die logische Konsequenz und die erforderliche Legitimation aktiv und wehrhaft für unsere Freiheit einzustehen. Mit einem kleinen, wachsenden Team trete ich für die Umsetzung und Einhaltung des Datenschutzes an.